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Fraktion LK Leipzig

Nachhaltigkeit sieht anders aus.
Grüne Kreistagsfraktion kritisiert Surfparkpläne am Bockwitzer See

Fun, fun, fun zu Deutsch Spaß, Spaß, Spaß sang einst die legändere Band „Status quo.“ Und dies ist möglich an und auf den Seen in der Bergbaufolgelandschaft im Leipziger Südraum. Ob Surfen, Amphibientouren, Jetlev, Kitesurfen, Baden usw. die Angebote sind vielfaltig und ein wichtiger Wirtschaftsfaktor für die gesamte Region. Dies betont auch Tommy Penk, Fraktionsvorsitzender der Bündnisgrünen im Kreistag des Landkreises Leipzig. „Statt sich gegenseitig die Touristen abzuwerben, sollte man auch den Menschen, die Rückzugsorte und eine andere Art von Erholung suchen, Ruhe und Abgeschiedenheit anbieten. Deshalb unterstützen wir die über die Presse kolportierten Meldungen über eine Etablierung eines Surfparkes am Bockwitzer See bei Borna nicht. Zudem ist Frau Luedtkes Aussage „Wenn der See tatsächlich zum Ziel von Surfern werden sollte, sei das durchaus umweltverträglich, weil ein Großteil der Sportler mit Zug und Bus anreisen könnte“ gelinde gesagt, nicht nachvollziehbar. Wie viele Sportlerinnen und Sportler werden wohl das Surfbrett in den Bus mitnehmen oder den langen Fußmarsch vom Bahnhof aus in Kauf nehmen? Die Verkehrsanbindung fördert doch primär den Pkw-Verkehr.“ Sein Fraktionskollege Joachim Schruth, der lange Jahre in Borna gelebt hat, springt ihm bei. „Der Bockwitzer See ist der einzige Tagebaurestsee südlich von Leipzig, der eine natürliche, vom Menschen weitgehend ungestörte Entwicklung genommen hat. Dies manifestiert sich in der Ausweisung eines Naturschutzgebietes, eines europäischen Fauna-Flora-Habitat-Gebietes und schließlich eines Europäischen Vogelschutzgebietes. Besondere Schutzwürdigkeit kommt dabei der Förderung der Unzerschnittenheit und der Vermeidung von inneren und äußeren Störeinflüssen auf das Gebiet zu. Die Normierungen des deutschen und europäischen Naturschutzrechtes stellen hier hinsichtlich der Genehmigungsfähigkeit des Vorhabens hohe Hürden auf. Und das zurecht. Die Umweltverbände werden sich hier positionieren und ich bin mir sicher, die Bürgerinnen und Bürger auch. “ Und Tommy Penk abschließend „Wir müssen hier auch an kommende Generationen, unsere Kinder und Enkel denken, welche die Folgen des Klimawandels meistern müssen. Ein Surfpark am Bockwitzer See ist hierzu das falsche Signal.

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